Interview mit Arne Rosemeyer

Mit Arne Rosemeyer bespreche ich das Thema „Selbständigkeit im Bereich Suchmaschinenmarketing“, denn Arne ist seit über 3 Jahren genau das: Selbständiger.

Folgende Fragen und Themen werden dabei diskutiert:

  • Vorstellung von Arne Rosemeyer
  • Service: Online-Marketing mit Schwerpunkt SEM
  • Vorgeschichte: Ausbildung und Berufserfahrung
    • BWL mit Schwerpunkt eBusiness
    • Lehrstuhl in Magdeburg mit Online-Marketing & eCommerce
    • Werkstudententätigkeit / Freisemester mit Praktika in Hamburg
  • Praktischer Einstieg ins Online-Marketing
    • Nach dem Studium: Blume2000 (Online-Versand, mit Ladengeschäften)
    • Kleines Marketing-Team aber hochrelevantes Thema für das Unternehmen
    • Danach Casamundo (Travel-Bereich als Senior SEM Manager mit internationalem Fokus)
  • Wunsch auf Selbständigkeit erst durch die Praxis
    • Weg in die Selbständigkeit
    • Risiko verringern durch Teilzeit-Arbeit?
    • Alternative: Geld ansparen, um Anfangszeit überbrücken zu können
    • Thema: Versicherung, Steuern – vorher informieren!
    • Regelsätze bei Steuern beachten! Nur ca. 55% der Einnahmen gehören einem wirklich (“Gehalt”), Rest ist Steuer und Versicherung
    • Lästige Sachen müssen trotzdem gemacht werden!
  • Start & erste Projekte
    • Kontakte durch Konferenzen
    • Netzwerken ist das A und O!
    • Stammtisch in der Stadt suchen (muss nicht immer SEM sein!)
    • XING oder LinkedIn nutzen (und pflegen)
    • XING-Profil anpassen und “Ich biete” entsprechend aktualisieren
    • Durch das Spar-Polster kann man auch erstmal mit einem Kunden/ zwei Kunden leben!
    • Option: Freelancer-Netzwerke (Etengo, Hayes, …)
    • Weiterempfehlung der ersten Kunden
    • Kontakt zu anderen Selbständigen in der Branchen pflegen
    • Generalist bleiben und auch mal einen WordPress-Blog aufsetzen können!
  • Arbeitsplatz
    • Arbeiten von zu Hause aus geht online immer!
    • Bürogemeinschaft suchen (vermeidbare Bürokosten)
    • Arbeiten zu Hause heißt auch, zu Hause arbeiten!
    • Arbeitsweg kann auch mal “Abschalten” bedeuten
    • “Unter Leute kommen” kann man _nur_ zu Hause nicht
    • Rausgehen hilft auch bei neuen Aufträgen
    • Mittagessen gehen mit Kunden und anderen Freelancern
    • Veranstaltungen aufsuchen, wenn man nur zu Hause arbeitet
    • Verabredungen treffen um up-to-date zu bleiben
    • Bürogemeinschaft in der Stadt suchen
    • Corworking Space suchen
    • Offizielle Anlaufstellen wie “Betahaus” (in Hamburg oder Berlin zum Beispiel)
    • Equipment im Büro muss häufig selbst gestellt werden
  • Nach einem Jahr
    • 50 – 60% Beratung und Idee: 40% “eigene Projekte”
    • Eigene Projekte sind nach wie vor im Hintergrund
    • Beispiel: placementsfinder.com um im Display-Netzwerk von Google geeignete Domains findet, auf denen sich passende Anzeigen ausliefern lassen
    • Zeit finden für Projekte ist nicht so einfach, obwohl Projekte die schönere “Form der Selbständigkeit” sind (wenn man davon leben will und kann)
    • Wird man selbst zum Arbeitgeber? Zahlt Gehalt? Zahlt Versicherungen -> Steuerberater fragen, was das bedeutet
    • Eigene Projekte umsetzen heißt auch mal Scheitern!
    • Wenn man mit anderen Leuten arbeitet hat man wieder eine Art “Team-Arbeit” und ist abhängig
    • Ideen haben ist trotzdem wichtig: Es steht einem nichts im Weg (kein Chef!)
    • Affiliate-Projekte sind gar nicht so “einfach”, Erfolg stellt sich nicht so schnell ein “wie man so hört”
    • Eigene Projekte bringen aber auch neue Erkenntnisse und man lernt neues, was man nicht jeden Tag macht
    • Projektideen kann man auch “zu Geld machen”
    • Die wichtige Frage bleibt: Woran hat man Spaß? Wo steckt man seine Energie rein?
  • Work-Life-Balance
    • Zeit ist flexibel – großer Vorteil (Arbeitszeit ist selbst definierbar)
    • Am Wochenende arbeiten kann man auch mal (man kriegt ja Geld dafür!)
    • Man hat auch mal mehr Freizeit und kann auch Behördengänge, Arzttermine, etc. ganz einfach wahrnehmen
  • Verdienstmodelle
    • Stundensatz anbieten
    • Tagessatz vereinbaren
    • Prozentuale Beteiligung am Umsatz des Projektes (oder am Budget, was der Kunde zur Verfügung hat)
    • Monatspauschale (falls die Arbeitszeit nicht spezifiziert werden kann)
    • Was bin ich wert? Was bin ich dem Kunden wert?
    • Reichen die Einnahmen für mich im Monat aus? Überblick behalten!
    • Im Büro sitzen ist nicht immer gleich Arbeitszeit
    • Erfolgsabhängige Vergütung ist auch ein Motivator (falls man gerne mal Zeit “verdaddelt”)
    • Je nach Projekt oder Auftrag kann man “Pauschalen” finden und eventuell später auf einen Stundensatz gehen (oder Tagessatz), also “Account-Audit für Summe x”, danach Tagessatz um die abgeleiteten Maßnahmen umzusetzen

Wie schon in der Sendung angeboten, können Fragen, die wir im Interview nicht geklärt haben, auch gerne hier in den Kommentaren gestellt werden.

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